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Im Stadtwald

Hintergrund

Beeindruckend sind die inzwischen über 150 Jahre alten Tannen im Wildunger Stadtwald. Frühere Förstergenerationen haben sie durch Saat und Pflanzung in die Wälder eingemischt. Die Tanne hat sich durchgesetzt, viele junge und jüngste Pflanzen finden sich. Da sie sehr stattlich ist und sich durch ihr dunkles Nadelkleid von den übrigen Bäumen abhebt, fällt es auch dem ungeübten Auge nicht schwer, diesen dunklen Riesen mit seiner silbrigfarbenen Rinde auszumachen.

Dabei sind die Wildunger Tannen mit ihren rund 150 Jahren recht jung. Tannen können mehr als 600 Jahre alt werden. Ihre großen Kronen, die zur Spitze hin abgestumpft sind, erinnern an Storchennester. Stammdurchmesser von über einem Meter sind kein Einzelfall. Solche Bäume erinnern stark an die riesigen „Großvatertannen“ des Schwarzwaldes. Dort sind Baumhöhen von über 60 und Stammdurchmesser von 2 Meter gemessen worden. Die stärkste Tanne im Wildunger Forst bringt es auf die Höhe von 55 Meter und einen Durchmesser von 105 Zentimeter.

Dennoch gelingt es bei Weitem nicht allen Tannen, ein Baumriese zu werden: Allzu schmackhaft sind die Nadeln für Reh und Hirsch. Der hohe Nährstoffgehalt macht sie zusammen mit den Knospen zur bevorzugten Äsung des Wildes. Im Wildunger Wald sollen deshalb Schutzmaßnahmen helfen, diese kritische Lebensphase zu überstehen. Die Endknospe des Leittriebs wird mit einem Verbissschutzmittel bestrichen: zu bitter für den Genuss. Kunststoffhüllen schützen vollständig.


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