Hauptverbreitungsgebiet: Süd- und Mitteleuropa; vom Kaukasus bis Türkei, Griechenland, Sizilien. Schwerpunkt: Frankreich. Bei Hofgeismar gibt es eine Elsbeer-Allee.
Erscheinungsbild: Im Freistand kann die Elsbeere sehr große Kronen entwickeln. Die Äste wachsen teilweise waagrecht in lichtere Bestandeslücken hinein.
Blätter erinnern an Weißdorn oder Ahorn. Es gibt sehr große Unterschiede zwischen den Individuen. Sehr schöne rötliche Herbstfärbung vor Laubabfall.
Blüten, Beeren, Samen: Die weißen Blüten fallen Ende Mai/Anfang Juni am Waldrand auf. Die 1 bis 1,5 Zentimeter großen birnenförmigen Beeren sind rotbraun, haben einen hohen Vitamin-C-Gehalt und sind bei Vögeln beliebt.
Rinde: Ähnlich dem Apfelbaum, grau-grün bis dunkelbraun. Beim jungen Baum meist glatt, später rissig.
Alter: bis zu 300 Jahre. Höhe: über 30 Meter. Die dickste Elsbeere steht in Dänemark. Durchmesser: 135 Zentimeter in Brusthöhe.
Holz: Hart, schwer, maßhaltig, deshalb für Messinstrumente wie Lineale und Kluppe geeignet, aber auch für Flöten, Gitarren, Schalmeien, Geigen und Klaviere, Webstühle und Zahnräder.
Die Farbpalette ist vielfältig: hell, rötlich, mit tiefrotem Kern. Im Möbelbau ist das Holz edler Designerwerkstoff. Im Jahr 1900 wurde es bei der Pariser Weltausstellung zum schönsten Holz der Welt gekürt.
Besonderheiten: Das größte heimische Rosengewächs. Heilmittel bei Roter Ruhr und zur Herzstärkung. Nach Hildegard von Bingen ist die Elsbeere „gut für alles“. Die Früchte lassen sich auch zu Marmelade verarbeiten. In der Schweizer Sage „Die Feengrotte“ verwandeln sich Goldstücke in Elsbeerblätter.
Über vier Jahrhunderte schmückten sich königliche Häupter mit dem Edelstein: Zuletzt die letzte deutsche Kaiserin Auguste Victoria. Jetzt wurde der millionenschwere und geschichtsträchtige Diamant in Tropfenform mit Doppelrosenschliff versteigert. mehr